THROMBOPHILIE
Unter Thrombophilie versteht man eine angeborene oder erworbene
Gerinnungs- oder Fibrinolysestörung, die zu einer Thromboseneigung führt.
Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das sowohl im venösen (zum Herzen
führenden) als auch im arteriellen (vom herzen wegführenden) Gefäßgebiet
auftreten kann.
Neben den angeborenen oder erworbenen Störungen der Gerinnung sind die Thrombose-Risikosituationen, wie zum Beispiel Übergewicht, die Einnahme
der Antibabypille, der Zustand nach Operation, die Ruhigstellung eines Beines
und viele andere gefährdende Situationen für die Thromboseentstehung von
wesentlicher Bedeutung. Die Kombination aus beiden, den vererbbaren und/oder
erworbenen Störungen des Gerinnungssystems und den Risikofaktoren, kann zu
einer Thrombose führen. Die Häufigkeit der Thrombose wird auf 1 je 1000
Einwohner pro Jahr in Deutschland geschätzt.
Die praktischen Konsequenzen der Thrombophiliediagnostik beinhalten eine
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                                                        Verlag: Weller Verlag  ISBN 3-9803855-8-2