Die Hämophilie B unterscheidet
sich von der Hämophilie A nicht wesentlich.
Die Häufigkeit des Auftretens
ist jedoch 10fach geringer. Die Erkrankung ist
die Folge einer mangelnden Bildung
des Gerinnungsfaktors IX. Der Faktor IX
hat ein niedrigeres Molekulargewicht
und eine längere Halbwertszeit (12-24 St.)
als der Faktor VIII. Auch er wird
in der Leber gebildet. Die Vererbung ist gleich
der der Hämophilie A. Die Diagnose
wird mit der Bestimmung des F IX gestellt.
Die Symptome wie Gelenkblutungen
sind gleich der der Hämophilie A, ebenso
sind die Schweregrade mit der Hämophilie
A vergleichbar. Die Blutungen werden
durch Substitution von virusinaktivierten
und/oder rekombinanten F IX-Konzentraten
gestillt.