HÄMOPHILIE A

Die Hämorrhagische Diathese, die durch den angeborenen Gerinnungsfaktor
VIII - Mangel entsteht, nennt man Hämophilie A. Der F VIII wird in der Leber
gebildet und hat eine etwa 12 stündige Halbwertszeit; er wird über Thrombin
und Faktor Xa aktiviert und über das Protein C abgebaut. Die Vererbung erfolgt
X-chromosomal rezessiv. Die Diagnose wird durch die Bestimmung des F VIII:C
gestellt. Typischerweise sind der Quick-Wert und die Blutungszeit bei der
Hämophilie A normal. Die PTT ist nur bei der schweren Form verlängert.

Die Hämophilie A wird in 4 Schweregrade eingeteilt:

An Symptomen treten vorwiegend Gelenkblutungen, jedoch auch andere Blutungen
wie Muskel- und Nierenblutungen auf. Die Substitution erfolgt mit der Gabe von
virusinaktivierten und rekombinanten F VIII-Konzentraten.